Fluid Forms Gewinnspiel – Earth Schalen & QR Gürtelschnallen
Thursday, May 28th, 2009.
Die Gewinner unseres kürzlich auf egoo.de und nerdcore.de durchgeführten Gewinnspiels stehen nun fest!
Mario hat uns mit seinem (fotografisch untermalten) Streifzug durch Westafrika begeistert und sich seine Earth Schale redlich verdient. Die zweite Schale hat sich Florian gekrallt.
Robert, Doris, Monika und gbskuehn gratulieren wir zum Gewinn der QR Gürtelschnallen
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und viel Spaß mit Euren Fluid Forms!
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Die coolste Story des Gewinnspiels:
Es ist drückend heiß. Die Luft steht und saugt den Schweiß der Händler, den Urin am Boden und den Dampf der Schafe auf. Fliegen surren knapp an meinem Ohr vorbei und übertönen für den Bruchteil einer Sekunde das geschäftige Treiben am Busbahnhof in Mopti.
Natalie schläft auf einer Holzbank. So ein schönes Mädchen. Auf ihrem Bauch liegt Fear and Loathing in Las Vegas, das sie mir noch vor ein paar Minuten in mexikanischem Akkzent vorgelesen hat. Seltsame Umgebung für so eine Lesung…
Ich sitze auf meinem Rucksack am Boden und beobachte zwei Jungs, wie sie geschickt, aber vergebens versuchen, billiges Zeug aus China zu verkaufen. Schweiß rinnt mir von der Stirn. Es ist früher Nachmittag, aber wir haben schon 7 Stunden in einem Taxi ohne Fensterscheiben hinter uns. Ich sehe zu Natalie rüber – sie schmatzt im Schlaf, dreht sich und drückt ihren Kopf tiefer in ihren staubigen Schal. Johnny Depps Gesicht liegt am lehmigen Boden. Bald werde ich sie wecken müssen, wenn der Bus sich gefüllt hat und abfährt.Wir sitzen im Bus. Es ist Nacht und die Kälte kriecht durch jede Ritze im Bus. Meine Füße sind durchgefroren. Ich massiere sie, wenn ich wieder kurz aufwache. Die Schafe im Bus schlafen mittlerweile auch, nur dann und wann hört man ein leises “mäh”. Durch das Fenster sehe ich den sternenklaren Himmel, manchmal sieht man in der Ferne ein Feuer und die unscharfen Umrisse von Hütten. Langsam zeichnen sich am Horizont die ersten Anzeichen des nächsten Tages ab.
Noch 4 Stunden, dann sind wir da.
Wir wachen auf, als der Bus bereits leer ist. Wir sind endlich in Segou angelangt. Ein verschlafenes Nest am Rande der Zivilisation, dessen größtes Gebäude so etwas wie ein Zwischenstopplager für Reisende ist. Das erste Mal seit drei Tagen in einem echten Bett. Außer Natalie und mir ist niemand in dem Schlafsaal, der über 30 Personen fasst. Sie liest mir wieder aus Fear and Loathing vor.
Am nächsten Morgen beginnt, wofür wir so lange hierher gekommen sind: ein Marsch quer durchs Land der Dogon, zu Fuss, 10 Tage.
Es sind unsere Weihnachtsferien im Auslandssemester in Senegal. Natalie kommt aus Kalifornien, ich aus Österreich und wir marschieren durch die Ausläufer der Wüste in Mali. Grotesk.Die Landschaft ist grau und unwirtlich, nur rings um die Dörfer haben die Dogon grüne Äcker angelegt. Es ist eine unwirkliche Stimmung. Vielleicht auch weil wir spätestens zu Mittag von der Hitze und den Märschen ausgelaugt sind. Vielleicht, weil wir am zweiten Abend amu-kaykay verabreicht bekommen und in einem tiefen Drogenrausch glauben, die Ahnen sehen zu können. Wir sehen staubige Kinder, Büffel reitende, junge Männer und alte Dogon, die ihre Jugend in einer anderen Welt verbracht haben, Karawanen von Menschen und Kamelen, am Feld arbeitende Jungs nicht älter als sieben.
Es ist eine betörend schöne Welt, und doch auch gefährlich und bedrohlich. Wir fühlen uns als Eindringlinge, dann wieder als willkommene Gäste, dann wieder als Entführte.Dieser Ort in Mali, der lange Felsen, der den Anfang der Wüste markiert, die Menschen, die dort in Lehmhütten leben, die Hitze des Tages und die eisige Kälte der Nacht, waren ein Erlebnis, das mich tief bewegt hat. Fünf Monate Senegal waren schon eine Erfahrung, Mali war ein Abgrund und der Himmel zugleich. In diesen 10 Tagen hat es mir den Kopf gewaschen – so intensiv, dass es jetzt – 1 Jahr danach – noch immer Momente gibt, in denen Gerüche von dort in die Nase steigen.
Natalie, ist wieder in Chicago, wo sie studiert. Das Dogon-Land steht für mich für unsere gemeinsame Zeit, die erst Ende diesen Sommers in Marokko weitergeführt wird.
Die Earth-Schale wäre nicht nur Accessoire, sondern Manifestation meines Innenlebens, das dann und wann ausbricht und tagelang fette Erinnerungen hochkommen lässt.

















